Schachuhren

Eine Uhr mit zwei Zeitanzeigen ist charakteristisch für die Schachuhren. Die Uhrwerke arbeiten zusammen und erlauben gleichzeitig nur die Zeitmessung eines Spielers. Grundgedanke dieser Konzeption war es, die Bedenkzeit der Spieler zu messen.

Diese Uhren dienen auch anderen Brettspielen wie Dame oder Go.
Früher spielte man Schach ohne jegliche Zeitmessung. Schachpartien dauerten mit unter Stunden – manche zogen sich über Tage hin. Ein anstrengendes Unterfangen für Spieler und Zuschauer.

Schließlich entschied man, Partien zeitlich zu begrenzen. Limitierte, feste Zeitvorgaben waren jedoch nicht realistisch,  da ein Spieler die komplette Bedenkzeit für sich in Anspruch nehmen könnte. Schließlich wurde jedem Spieler eine eigene,  festgelegte Bedenkzeit zugestanden. Wer diese Zeit aufgebraucht hatte, ohne die Partie beenden zu können, hatte verloren.

Es gibt unterdessen unterschiedliche Bedenkzeit – Vorgaben. Beim klassischen Turnierschach hat jeder Spieler mehrere Stunden zur Verfügung, beim Schnellschach typischerweise 30 Minuten, beim Blitzschach fünf Minuten und beim Bullet-Schach über das Web sogar nur eine bis drei Minuten.

Um die Bedenkzeitregelung zu realisieren, genügen einfache Uhren nicht, da die Zeit beider Spieler unabhängig voneinander gemessen wird. Weitläufig nutzt man heute digitale Schachuhren.

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